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Ein etwas anderer Schwimmbad.

Das ursprüngliche Schwimmbad als wesentliches funktionelles, architektonisches und städtebauliches Element bildete gemeinsam mit vier Kurpensionen den Kern des als Weißes Viertel bekannten funktionalistischen Ensembles. Der Autor des ursprünglichen Schwimmbads, der städtebaulichen Gestaltung des Weißen Viertels sowie des markanten Postgebäudes ist der Architekt Bohuslav Fuchs. Das Schwimmbad sowie das Hotel Krystal sind die funktionalistische Antwort auf die bekannteren Jugendstilgebäude in der Stadt (z.B. von Dušan Jurkovič). Das gemeinsam mit den Kurpensionen Ivo, Kras, Avion, Viola und Radun in den Jahren 1926–1927 errichtete Bauwerk dominierte aufgrund seiner wichtigen Lage im städtebaulichen Hufeisen-Konzept gegenüber allen Objekten in seiner Umgebung und hatte maßgeblichen Einfluss auf ihre, der Erholung dienenden Bereiche. Das Bauwerk bestand aus einem Schwimmbecken, einem Planschbecken und dem zum Sonnenbaden bestimmten Bereich. Das Hauptschwimmbecken war 37 m lang und 15 m breit; in etwa zwei Dritteln seiner Länge war es durch eine Wand in zwei Bereiche aufgeteilt. Die Tiefe des Beckens betrug im Schwimmer-Bereich 100 bis 160 cm und im Nichtschwimmer-Bereich 60 bis 100 cm. Bestandteil des Objektes waren auch Umkleidekabinen und Toiletten.

Der Hauptgrund für den Bau eines neuen Schwimmbads war der Umstand, dass das Freibad nicht mehr den europäischen Hygienenormen genügte. Damit es in den Jahren 2008-2009 überhaupt betrieben werden konnte, musste es sich erforderlichen Umbaumaßnahmen unterziehen, die dreihundertfünfzigtausend Kronen kosteten. Die Stadt Luhačovice verkündete daher ein Ausschreibungsverfahren, aus welchem im Juni des Jahres 2007 das Siegerprojekt von Ladislav Semela vom Projektierungsbüro Uposs hervorging. Das neue Schwimmbad entstand durch den Umbau des bestehenden, nicht überdachten Sommerschwimmbads. Diese einzigartige Lage gereichte dem funktionalistischen Schwimmbad einerseits zum Vorteil, war jedoch andererseits auch ein Nachteil. Aus städtebaulichen Gründen konnte nämlich die Fläche des Schwimmbadgeländes nicht erweitert werden.

Von Anfang an waren die räumlichen Einschränkungen sowie das Erfordernis der Beibehaltung der bestehenden Funktion des Schwimmbads bzgl. des Badens und des sommerlichen Sonnens fix gegeben. Ladislav Semela wählte daher ein feinfühliges Vorgehen in Bezug auf die umliegende Bebauung und bewahrte das grundlegende Konzept des ursprünglichen Schwimmbads. Am 9.9.2009 wurde das Bauwerk der Schwimmhalle feierlich eröffnet. An der symbolischen Grundsteinlegung nahmen neben den Repräsentanten der Stadt, den Vertretern der Projektierungs- und Realisierungsfirma sowie weiteren Gästen auch der Landeshauptmann der Region Zlín, Stanislav Mišák, und der Landeshauptmann der Region Olomouc, Martin Tesařík, teil. Dem Baubeginn ging die Unterzeichnung des Vertrages über die Gewährung der Fördermittel aus dem Regionalen Operationsprogramm in Höhe von 82 Millionen Kronen voran, der zwischen der Stadt Luhačovice als Bauherr dieses größten Investitionsvorhabens des öffentlichen Budgets der letzten Jahre mit einem Kostenaufwand in voraussichtlicher Höhe von 120 Millionen Kronen ohne MwSt., und dem Regionalen Rat, vertreten durch dessen Vorsitzenden und den Landeshauptmann der Region Olomouc, Martin Tesařík, abgeschlossen wurde.

Der Generalauftragnehmer des Bauwerkes war die Firma TCHAS (später EIFFAGE Construction), Werk Ostrava. Die Projektdokumentation wurde von der in Luhačovice ansässigen Firma UPOSS erstellt.

Die Einwohner und die Besucher der Stadt erhielten somit die Möglichkeit des ganzjährigen Badens im 25 m langen Hauptschwimmbecken mit vier Bahnen, dem Erlebnisschwimmbecken mit Wasserspeiern, Düsen, einem Wild River, mit Liegen, Bubblern und weiteren Attraktionen, dem Kinderbecken, dem Whirlpool für zehn Personen, sämtlich abgerundet von einer Dampfkammer und den Zugängen zu den Sonnenbadterrassen. In der Eingangshalle befindet sich ein Büfett, in der ganzen Anlage gibt es selbstverständlich auch die erforderliche sanitäre Basis und behindertenfreundliche Zugänge. Das neue Städtische Schwimmbad nahm am 22. November 2010 den Probebetrieb auf. Das feierliche Zerschneiden des Bandes und die volle Inbetriebnahme erfolgten dann am 10.12.2010 in Anwesenheit all jener, die am Bau des Schwimmbades beteiligt waren.